Kategorie: Camino Coastal

  • 17.09 – Besser kann es nicht werden

    … Solche Aussichten bekommt man selten.

    Heute morgen ging es von Getaria erst bergauf, dann steil bergab nach Zumaia. Was eine schöne Stadt. Bild 1 ist auf dem Weg dorthin entstanden. Unterwegs hab ich mich nett mit ein paar Berlinern unterhalten bis ich dann in Zumaia erst in den Supermarkt und dann doch ein bisschen schneller weitergelaufen bin.

    Bild 1, Top Aussicht!
    Zumaia, was ein toller Ort!

    Erstmal ging es dafür den Berg hoch. Auf dem Weg nach oben hab ich erst einen Spanier getroffen, der mir ein Wort beibringen wollte, was ich aber nicht verstanden habe, da er es nur auf Spanisch beschrieben hat. Später kam dann noch jemand, der er mir auf Englisch erklärt hat: Kaixo – Hallo auf Baskisch. Er hat dann sogar noch ein Foto von mir gemacht. (Siehe Bild 3). Kurz darauf hat mich dann Sebastian eingeholt. Ein netter Holländer, mit dem ich dann den Rest gelaufen bin. Er und seine Frau leben den Winter über in Thailand und er hat angeboten mir dann viele Tipps für coole Wanderungen zu geben. Man trifft halt immer die richtigen Leute.

    Bild 3 mit Zumaia im Hintergrund
    Aussichtspunkt an der Küstenvariante

    Oben auf dem Berg gab es dann eine kleine Raststation mit Foodtruck, wo man sich vom Aufstieg erholen konnte. Weiter ging es auf einer kleinen Variante abseits vom Hauptweg an der Küste entlang. Goldrichtige Entscheidung! So was Schönes sieht man Seiten. Bild 4 ist vom Aussichtspunkt und Bild 5 kurz danach. In Deba angekommen haben wir am Strand noch etwas gegessen und dann musste meine Begleitung seine Freunde im Camper in Empfang nehmen und ich bin die letzten 4,8km (nochmals den Berg hoch) alleine weitergelaufen. Das Hostel ist sehr schön gelegen, hat super schöne Sitzgelegenheiten draußen und es gibt mit allen Pilgern die da sind ein Abendessen zusammen. Das sind die Abende, die man in Erinnerung behält. Übrigens hab ich Anne von Abend 1 wieder getroffen, mit der ich in San Sebastian essen war. Auch das ist super… Man trifft dieselben Leute immer wieder und kann Erfahrungen und Geschichten austauschen.

    Aussicht von oben!
    Bild in Deba den Fluss hoch.

    Morgen dann ein neuer (vermutlich sehr warmer) Tag! Bis dann!

  • 16.09 – Weiter an der Küste entlang

    Heute morgen war es etwas entspannter. Ich musste keinen Bus bekommen und wurde nicht rausgeworfen oder ähnliches. Um 8:30 machte der Supermarkt auf, wo ich Frühstück holen wollte. Danach ging es dann los. Auf den ersten Metern habe ich Dana aus der Niederlande getroffen. Ebenfalls mit einem großen Baguette in der Hand. Schnell kamen wir ins Reden und sind tatsächlich den ganzen Tag zusammen gelaufen. Es ist immer schön, wenn man jemanden zum unterhalten trifft, der das gleiche Tempo, das gleiche Mindset und das gleiche Ziel hat.

    Kleine Köstlichkeiten unterwegs. Sogar ein erstes Hilfe Kasten war da.
    Long way to go….

    Heute war es zwar nicht sonnig, aber immerhin kein Regen. Orio ist eine kleine schöne Stadt, die wir nach 18km erreicht haben. Beim vielen Quatschen gingen die auch Recht schnell um. Unterwegs haben wir noch kurz mit 2 Kanadier innen geplaudert, die uns von ihren ganzen Erfahrungen von Langstreckenwegen in Europa erzählt haben.

    In Zardautz, einem Surferparadies gab’s dann noch eine weitere Pause bevor es die letzten 4km nach Getaria ging. Dort wählten wir allerdings den flachen Küstenabschnitt, nicht die Variante über den Berg.

    Zardautz, hohe Wellen und Gischt, die über der Stadt hängt. Trotz riesen Strand kaum was los.
    Füße kühlen bei Zardautz.

    Bevor wir uns gleich noch zum Essen treffen, bin ich im Meer schwimmen gewesen. Höhere Wellen, keine Sonne, Wasser okay. Mindestens einmal musste ja sein.

    So, bis morgen 🙂

  • 15.09 – Ein Anfang ist gemacht

    Früh morgens ging es los, denn ich musste noch von Bilbao nach Irun fahren. Das ging allerdings super flott. Um 9:20 war ich in Irun. Schnell etwas Frühstück besorgt und dann um Punkt 10 Uhr bei der Touri-Info gestanden, um mir meinen Pilgerausweis abzuholen.

    Mein Pilgerausweis!

    Eigentlich waren nur 26km nach San Sebastian geplant… Dann kam aber erst der empfohlene Umweg über Hondaribbia mit wunderschöner Altstadt (Bild rechts), dann der angepriesene Umweg an der Küste entlang (Bild links), und dann die Gegebenheit, dass mein Hostel ganz am Ende von San Sebastian lag, ich also, zwar unweit vom Camino, einmal ganz durch die Stadt musste.

    Altstadt von Hondaribbia
    Blick auf Hondaribbia
    Blick auf die Steilküsten bei San Sebastian

    In Passaia gab es eine nette Führüberfahrt, leider war es sehr windig. Und was kündigt der Wind meistens an? Regen! Deshalb war die Ankunft in San Sebastian leider etwas feucht.

    San Sebastian, Strand

    Insgesamt waren es heute 31,36km Camino mit knapp 1000hm. Nimmt man noch die Strecke morgens zum Bus und zum Abendessen dazu, komme ich sicherlich auf 35km. Zum Abendessen bin ich mit einer Deutschen aus Münster, die im Hostel das Bett über mir hat, gegangen. Gesellschaft beim Essen und nette Gespräche sind schließlich immer netter als alleine zu gehen.

    Strava – Zusammenfassung.
  • 14.09 – Bis bald Deutschland

    Ein Abschied ist meistens nicht schön. Bei dem heute hatte ich ein lachendes und ein weinendes Auge. Freude auf das was kommt, aber auch das Wissen Lieblingsmenschen länger nicht mehr persönlich zu sehen.

    Nach dem Abschied am Flughafen dann aber rein ins Abenteuer. Am Flughafen lief alles so schnell wie nie, nur der Flug war verspätet. Nun gut, damit konnte ich leben. Was mich gewundert hat… Ich musste nicht einmal meinen Ausweis vorzeigen. Weder in Deutschland noch in Bilbao. Der Self-Check-In im Hostel war der/die/das erste, der meinen Pass sehen wollte.

    Mein Flugzeug am Flughafen Düsseldorf
    Bye Bye Düsseldorf und Deutschland

    Im Hostel angekommen schreibe ich nun schnell meinen Eintrag und geh dann früh ins Bett. Morgen früh geht es dann weiter nach Irun zum Start meines Weges. Gute Nacht!

  • 13.09.2025 – Letzte Vorbereitungen

    Die 15 Pakete Taschentücher und die 3 Jacken hab ich so natürlich nicht eingepackt. Daraus wurde noch eine Auswahl getroffen!

    Das Packen war eine Herausforderung. Ich musste doch auf meinen großen Rucksack umschwenken. 2 Schlafsäcke (einen Sommerschlafsack und einen Hüttenschlafsack) und genug Regenkleidung füllen schon die Hälfte aus.

    Aber am Ende hab ich es geschafft… statt geplanter Stunde waren es dann knapp 3…

    Jetzt geht es morgen los. Bis dahin, ein letztes Mal leckeres deutsches Abendessen (wir machen Käsespätzle) und den Abend entspannt genießen!

    Fertig! Schwer, Voll, Aber bereit.