Erlebnisblog

  • 17.10: Fisterra, das Ende der Welt

    Man sollte meinen, ich hab schon viel gesehen. Nach den ersten paar Kilometern bin ich jedoch einem Tschechen begegnet, der den ganzen Weg in Schlappen gelaufen ist. Von Porto bis nach Santiago und dann nach Muxia. Mit ihm bin ich kurz gelaufen, bis er dann sagte, dass er nicht so schnell laufen kann mit den Schuhen und ich hab ihn zurück gelassen.

    Zum Rest des Tages: Es war sehr nebelig, nur nebelig… Man sah nichts. Außer auf dem Berg, da war es zusammen mit dem Nebel fantastisch.

    Hier sah man immerhin schon etwas, an der Küste jedoch gar nichts.
    Auf dem Berg die beste Sicht!

    Bei meiner ersten Pause hat mich Luca aus Italien eingeholt (irgendwie treffe ich fast nur Leute aus Italien, die Luca heißen, er war der dritte). Er war jemand, der ausnahmsweise die gleiche Geschwindigkeit hatte wie ich, also sind wir den ganzen Weg zusammen gelaufen.

    In Fisterra angekommen, war man noch lange nicht am Ende der Welt, das war noch 3km den Berg rauf. Also Sachen abgelegt, schnell das Zertifikat in der Touri-Info geholt und dann ab zum Leuchturm. Leider immer noch nebelig. Aber da konnte man nichts machen. Den Kilometerstein konnte man aber noch ausfindig machen.

    Leuchturm im Nebel, aber immerhin KM-Stein 0.000 sichtbar.
    Ein bisschen ist es nach dem Sonnenuntergang noch aufgeklart.

    Zum Sonnenuntergang haben Luca, Selina und Steve (die beiden von vor ein paar Tagen) und ich uns zum Sonnenuntergang am Strand mit Wein und Chips verabredet. Bis auf den tollen Sonnenuntergang war auch alles vorhanden. Der war durch Nebel verdeckt. Danach gab’s dann noch Burger und ab ins Bett. Am nächsten Tag stand die Busfahrt nach Santiago zurück an.

  • 16.10: Muxia, KM 0.000

    Der erste Kilometerstein 0.000, den ich sehen wollte, war in Muxia. Kurz nach Etappenstart musste ich mich entscheiden, ob ich Muxia oder Fisterra als erstes machen möchte und hab ich für Muxia entschlossen. Von Fisterra aus fahren mehr Busse zurück und zudem war es etwas gegen den Strom, den die meisten sind erst nach Fisterra. So auch Andrew, von dem ich mich dann verabschieden musste.

    Steine der Entscheidung 😉
    Km: 0.000 in Muxia

    Der Weg nach Muxia war wieder sehr schön. Etwas mehr Straße, aber auch wieder tolle Aussichten. Nach tagelagem Meer-Entzug, hab ich es endlich wieder gesehen. Und dann natürlich auch reinspringen können. In Muxia angekommen habe ich erst meinen Rucksack in der Herberge abgelegt, bevor ich dann den letzten Kilometer zur Kirche von Muxia und somit auch dem Kilometerstein 0.000 gelaufen bin. Da saß ich dann noch etwas in der Sonne und hab das Meeresrauschen genossen.

    Kurz danach bin ich dann mit Badesachen zum Meer und hab (nach einiger Überwindung, es war schon seeehr kalt), ein paar Runden gedreht. In der Sonne zu trocken war leider nicht ganz optimal, sie hatte schon sehr an Stärke verloren.

    Mein Strand.
    Sonnenuntergang!

    Abends ging es nach dem längeren Abend am Vortag etwas ruhiger zu und ich hab selber für mich etwas gekocht, bin dann zum Sonnenuntergang wieder zur Kirche am Meer zurück und danach auch früh schlafen gegangen.

  • 15.10: Erfrischender Pool und netter Abend

    Heute ging es schon deutlich besser als gestern. Da mein letzter Ort A Pena auf einem Berg lag, war ich perfekt zum Sonnenaufgang in bester Position. Was ein Traum. Und der Weg an sich war ebenfalls wieder alle Mühe wert. Unterwegs hab ich wieder einige Leute getroffen. Ein Amerikaner, der aber nach ca. 5 Minuten schon sagte, dass ich ihm zu schnell bin, dann bin ich kurz mit Andrew gelaufen und in einer sehr leckeren Bäckerei Pause gemacht. Das war nach 11km. Danach kam ein sehr großer Berg, natürlich in der Sonne, aber als der auch geschafft war, war Zeit für eine Mittagspause… ABER… Es gab keine Plätze, wo man sich nett in den Schatten setzen konnte… Erst nach ca. . 23km kam ein Ort mit einer Bar, wo ich mich zu ein paar Amerikanern setze und mit ihnen ein Tinto de Verano trank. Dann war es auch nicht mehr weit. Ca. Eine Stunde vor Ende holte ich dann Andrew wieder ein, der bei meiner Pause an mir vorbeigelaufen ist und wir sind die letzte Stunde zusammen gelaufen.

    Der brennende Himmel kurz vor Sonnenaufgang
    Dinnergroup!

    Der Herbergsinhaber hat uns dann gleich bei unserer Ankunft einen 500 Meter weit entfernten See empfohlen, wo wir auch direkt hin sind. See war vielleicht etwas zu viel gesagt, es war mehr ein kleines Becken, wo man nicht einmal drin schwimmen konnte, aber zum Reinspringen und Abkühlen reichte es (Sehr Kalt!)

    Abends haben wir dann noch ein paar weitere Leute getroffen. Unter anderem Steve, der mich am Tag noch die „Maroon-Lady“ genannt hat, weil ich nur in einer Farbe unterwegs war. Toller, geselliger Abend mit leckerem Essen in der Herberge.

  • 14.10: Weiter geht’s!

    Nach 29 Tagen hab ich noch nicht genug. Zudem hab ich ja noch 6 Tage, bis es weiter nach Madrid geht. Also früh morgens raus (naja, 8:30) und ab zum Pilgerbüro, denn ich brauchte ja einen neuen Pilgerausweis.

    Neuer Pilgerausweis!

    Links der neue Pilgerausweis. Und wieder einmal: Bestes Wetter.

    Durch den späteren Start fühlte sich der Tag aber etwas länger an. Statt um 11 schon 15km gelaufen zu haben, waren es heute erst 7 km. Naja. Ob ich um 16 Uhr oder 17 Uhr fertig werde, spielt ja auch keinen Rolle.

    Zwischendurch ging es immer wieder durch alte Orte, durch Wald, über Forstwege und Wiesen. Ich bin jetzt schon froh, weitergelaufen zu sein.

    Halloween Deko unterwegs. Der Pilger steht wohl schon länger da.
    Alter Tor in Negreira

    Der Abend war dann etwas ruhiger für mich. Ich hatte mir im letzten Ort noch etwas zum Abendessen mitgebracht (In Santiago habe ich sogar ein Walnuss-Rosinen-Brot mitgenommen, endlich mal nicht Weißbrot). Nach den ganzen vollen, lauten Abenden tat mir ein ruhiger Abend mal ganz gut.

  • 13.10: Santiago, Ziel erreicht

    Morgens geht es früh los. Noch 27,478km

    Früh morgens im Dunkeln ging es los, denn ich musste Mal wieder um 8 Uhr aus dem Haus sein. Die einen mit Stirnlampe, ich ohne, mit den Augen konnte man genug erkennen und der Boden war eben. Schnell wurde es voll auf dem Weg. Am Wegesrand oft Stände, die Stempel anboten, Souvenirs verkauften oder sogar Wachsstempel herstellten. Man sah immer wieder Kunst und ganz viele Bars und Restaurants. Mittlerweile waren auch die Kirchen offen und mit Freiwilligen oder Sicherheitspersonal bestückt. Auch dort gab es Stempel. Oft waren die Kirchen zu, da es zu wenig Personal gab oder Dinge gestohlen wurden.

    Kilometerstein 10.000
    Monuments of the Pilgrim mit Aussicht auf die Stadt

    Gegen 14.30 war ich dann da. Die letzten Kilometer gingen durch das Randgebiet von Santiago und man sah immer Massen an Pilgern (Die Website hat abends eine Pilgerzahl von ~1700 angegeben). Angekommen auf dem Platz vor der Kathedrale fühlt man sich erst einmal verloren. 29 Tage bin ich gelaufen, um anzukommen, und wenn man dann da ist… Mhm, was nun?

    Vor der Kathedrale

    Schnell Foto gemacht und mich dann Richtung Pilgerbüro aufgemacht meine Compostela abholen. Dort ging es ganz flott, anders als ich erwartet hatte.

    Ab zum Hostel, Duschen und dann mit ein paar Leuten treffen, die ich vom Weg kannte. Mit Gene bin ich ja die ersten 2 Wochen gelaufen, bis er dann schneller gelaufen ist. Heute war ich aber nur knapp 30 min später als er da.

    Compostela

    Ab 16 Uhr saß ich dann mit Gene und Peter erst zu dritt, dann zu viert mit Christina und haben uns gefeiert. Es kamen dann noch weitere 3 Personen dazu, die ich zwar nicht kannte, Peter und Gene aber schon und es war sehr cool noch weitere Gesichter und Geschichten zu hören. Um 20.00 ging es dann essen und dort stießen noch 2 weitere dazu, die ich diesmal auch kannte. Das war ein schöner Abend, der dann noch mit einem Abschluss in der Bar Momo gekrönt wurde. Das Gefühl verloren zu sein war somit schnell verflogen und ich konnte es richtig genießen angekommen zu sein.

  • 12.10: Französischer Weg, Hallo!

    Heute morgen als ich um 7:20 Uhr aufgestanden bin war das Zimmer schon fast leer. Um 8 musste ich raus sein, warum also noch früher aufstehen. Aber naja, das hatten wir ja schon.

    Und wieder durfte ich einen tollen Sonnenaufgang sehen. Kaum eine Wolke am Himmel, tolle Färbung und die Ruhe am Morgen. Herrlich. Das versprach einen tollen Tag! Und tatsächlich wurde es sehr schnell sehr warm. Kurz vor Arzua habe ich noch einen netten Amerikaner getroffen, der zwar sehr langsam gelaufen ist, aber da wir uns toll unterhalten haben, es wert war, etwas das Tempo zu bremsen.

    In Arzua angekommen trifft einen dann der Schlag. Die ganze Stadt war voller Pilger. Der Küstenweg (Camino del Norte) trifft auf den „Normalweg“ den French Camino. Der Jakobsweg, der von den meisten Pilgern begangen wird.

    Deswegen ging es nach einer Mittagspause schnell weiter. Noch 11 km von insgesamt 32 km heute. 5 km vor dem Ziel hab ich Andrew und mit ihm noch Peter (Niederlande) und Paul (UK) wiedergetroffen. Sie haben mich auf ein Bierchen eingeladen. Und lustigerweise kannte Peter auch Gene, mit dem ich 1,5 Wochen gelaufen bin. Zack, fürs Abendessen in Santiago verplant.

    Mittlerweile war es 26 Grad. Beim Bierchen in der Sonne zu sitzen war zwar schön, wurde dann aber irgendwann zu heiß und auch eine leichte rötliche Färbung auf meinen Armen war erkennbar. Schulter und Gesicht war eingecremt, rote Arme hatte ich nicht erwartet.

    So war der Weg am Ende größtenteils!

    Die letzten Kilometer nach Salceda waren somit anstrengend aber auch schön. Der Vorteil vom French Camino: Mehr Bars (nicht wie gestern 18km nichts), mehr tolle Orte, wo Pilgerkunst entstanden ist, Wege neben den Straßen, damit man nicht auf der Straße laufen muss.

  • 11.10: Kloster-Erlebnisse

    Der Morgen ging wieder entspannt los. Mila und Christina waren schon sehr früh weg, ich wollte es aber langsamer angehen lassen, waren ja nur 27km. Frühstück gab es nicht, aber ich hatte noch ein Käsebaguette vom Vortag im Rucksack. Glück für mich, die erste Bar nach 2km war zwar offen, aber nach 2km wieder anhalten ist immer doof, und die nächste kam dann nach 18km in Form einer kleinen Farm-bar. Mittagspause also dort.

    Morgennebel…
    …Der dann aber schnell verschwunden war

    Mittlerweile war auch der Morgennebel verschwunden und es wurde sehr warm. Schnell war auch Sobado erreicht, die Stadt mit dem Kloster. Bis dahin war es viel an der Straße und in der Sonne, aber im Kloster war es schön kühl.

    Angekommen, eingescheckt und dann erstmal umgesehen. Tolles Kloster! Um 19 Uhr war eine Vesper und ich habe mich entschieden, dorthin zu gehen. Tolle Erfahrung. Neun Mönche, die ihren Versper-Gesang abhalten und immer wieder so 1-2 Minuten einfach nur Stille bis der nächste Mönch den nächsten Gesang anstimmte. Erstaunlich, wie wenig Leute so lange die Stille aushalten können.

    Sobrado dos Moxos
    Die leere große Kirche. Sie wurde zerstört und nur halb wieder aufgebaut.

    Abends bin ich dann noch mit Andrew und Celina essen gegangen und danach haben wir uns noch zu ein paar anderen in die Kloster-Küche gesetzt und ein wenig geplaudert, noch mehr gegessen (Risotto und Nachtisch war übrig) und noch ein Bierchen getrunken.

    Die Unterbringung war einfach aber doch besser als in vielen Hostels. Neue Betten, die nicht auseinander fallen, wenn jemand nach oben klettert. Dieses hat nicht einmal gewackelt! Toll! Nur keine Fenster, deswegen gab es eine (sehr laute) Klimaanlage, die nicht einmal gut funktionierte. Naja…

  • 10.10: Walking in the Forest

    Der Morgen war entspannt. Frühstück und dann Loslaufen bei Morgengrauen. Bei Sonnenaufgang war ich etwas höher und hatte perfekte Sicht. Wow! Zur richtigen Zeit am richtigen Ort.

    Wie perfekt kann ein Sonnenaufgang bitte sein?

    Der Weg war toll. Kaum Straße, viel Wald. Nach 9 Km ein erster Café, wo ich Mila, Luca und Christina wieder ein holte. Nach 18km dann Mittagspause in Baamonde. In der Apotheke direkt gegenüber hab ich Magnesium nach gekauft… Die letzten paar Tage hatte ich doch Wadenprobleme.

    Der Weg spreizte sich nun ich zwei Abschnitte. Ich entschied mich für den etwas längeren, aber schöneren Weg. Der andere wäre 3km Straße gewesen, ich genoss 4km Waldweg. Wow! Und auch danach, mittlerweile nur noch weniger als 100km von Santiago entfernt, ging es super schön im Wald und über Felder weiter.

    Getränke und Snacks Automat auf dem Weg

    Nach 32/33 Kilometern, ich weiß es nicht so genau, meine Uhr hat zwischendurch gestoppt, kam ich in der Herberge an. Echt toll hier. Nettes Außengelände, kleiner Supermarkt, eine Bar und eine tolle Köchin, die für 10€ ein (halbes) (für 14€ ein ganzes) Pilgermenü zauberte (Brot, Getränk und eine Hauptspeise sowie Dessert). Traumhaft. Zusammen mit vielen anderen teils bekannten, teils neuen Gesichtern haben wir dann zu Abend gegessen. Zum ersten Mal seit etwas längerem gab es auch wieder mehrere Deutsche. Mein Highlight: Johannes aus Frankfurt, der seinen eigenen Stempel mit seinem Gesicht dabei hatte. Jetzt in meinem Pilgerausweis zu finden 🙂
    Gute Nacht und bis morgen 🙂

    Keine 10 Kilometer mehr!
    Celine (Deutschland), Andrew (UK), Roland (Deutschland), Mila und ich
  • 09.10: Wegesfrucht

    Der Tag startete, wie er aufhörte: In netter Runde am Esstisch, beim leckeren Frühstück. Gestärkt ging ich also auf den Weg. 36km warten geplant, erst ein „Berg“ hoch, dann relativ flach. Gott sei Dank war der Berg morgens noch nicht in der Sonne. Überhaupt war es sehr neblig und fast mystisch. Passend zu der letzten Nacht.

    Die Aladin-Lampe
    Auch bei Nebel tolle Aussicht. ! Nur Anders.

    Die ersten 15km bis nach Abadin vergingen schnell und danach war es fast nur noch flach. Den größten Teil des Weges lief ich alleine, hab aber immer wieder die anderen getroffen (im Café oder unterwegs).

    Auf dem Weg gab es auch immer wieder Highlights. Zum einen die Aladin-Lampe, zum anderen einen kleinen Stand, wo man sich frisches Obst gegen kleines Geld nehmen konnte. Es war super lecker.

    Obstkorb unterwegs
    Hannah und ich, Christina hat das Foto gemacht
    Auch hier ist Herbst.

    In Vilalba angekommen, haben wir (Christina und ich) unsere Herberge aufgesucht, geduscht und sind dann einkaufen gegangen. Die Herberge hatte eine super ausgestattete Küche. Ich hab mir vegetarische Partys, Käse Tomaten und Baguette geholt und ein Baguette-Burger gemacht. Zudem hat man viele bekannte, aber auch neue Gesichter getroffen.

  • 08.10: Kurze Etappe mit Kunst und sprituellem Abend

    Nach dem langen Tag gestern waren heute nur 22km geplant. Dementsprechend langsam bin ich es auch angegangen. Frühstück gab es eh erst um 8 Uhr und wenn man sich dann noch verquatscht, startet man halt auch erst so um kurz vor 9 Uhr.

    Die Beine waren noch müde, die ersten Kilometer schleppend. Aber ich hatte ja Zeit. Nach 10 km kam ich in die erste größere Ortschaft, wo ich mir im Laden noch etwas zu Trinken und Essen holte und kurz Pause machte. Die nächste größere „Stadt“ Mondeñedo erreichte ich nach 20km und somit kurz vor dem Ziel. Dort habe ich auch wieder Mila und Luca getroffen, denen ich von dem Künstler-Ort, wo wir übernachten wollten, erzählt habe, und die sich dann, genau wie Christina, mir angeschlossen haben. Da der Ort aber erst um 15 Uhr aufmachte, und es gerade einmal 14 Uhr war, haben wir in einem Café noch Sandwiches und Kuchen gegessen haben, bevor es dann langsam auf die letzten 2,5km ging.

    Das Haus von Carmen!
    Beim Abendessen, Carmen ganz links, neben mir noch eine Belgierin. Im Hintergrund an der Wand sieht man ihre Kunst.

    In Maariz angekommen wurden wir herzlich von Carmen empfangen. Ihr Haus war voller Kunst, besonders keltischer. Sie steht für die Herkunft Galiciens (stand früher unter keltischen Einfluss) und auch für die Aufnahme von Pilgern. Das hat man schnell gemerkt. Sie behandelte und wie Teilnehmer ihrer Familie, wir haben ihr Keltisches Kartensets entdeckt und uns ein bisschen versucht. (Meine Karte war gar nicht so weit von dem entfernt, was gerade passiert und auch die anderen haben gut gepasst). Zum Abendessen gab es erst eine typische Suppe für Galicien, da sie mit Fleisch war, habe ich eine Reispfanne bekommen, und dann als zweiten Gang Thunfisch-Empanada mit Salat und hart gekochten Eiern. Als Nachtisch Weintrauben aus dem eigenen Garten. Die Salatzutaten stammen übrigens auch aus dem eigenen Anbau.

    Danach haben wir noch länger darüber gesprochen, dass der Staat solche Art von Spende-Herbergen verbieten will, also ein Geschäft daraus machen möchte, was aber auch ein Aus für die Herbergen bedeuten würde, die wie meine letzten zwei Unterkünfte die Leute einfach in ihr eigenes Haus aufnehmen, ihnen Essen geben, Wäsche mit machen und Betten herrichten.

    Auch zu diesem Tag muss ich sagen: Solche Camino-Erlebnisse kann man nicht vergessen.