Autor: admin

  • 27.09: Laufen, Baden, Kochen

    Nach dem entspannten Tag gestern gab es heute noch einen. Denn diesmal war die Unterkunft einen Ort weiter schon ausgebucht. 23km lagen vor uns. Morgens nach einem Frühstück ging es erst über die Kopfsteinpflaster aus dem Ort heraus, dann immer in Abständen von 6km durch die Ort. Kaffeepausen, Mittagspause und Stempel in Kirchen abholen, Aussichten genießen und über Strände laufen. Über den Weg gibt es sonst allerdings nicht zu viel spektakuläres zu sagen.

    Sicht auf die Stadt am frühen Morgen
    Pausenbild in La Iglesia
    The Collector. Eine Sammlung von Flaschendeckeln.

    Der Ort an sich (Comillas) ist klein aber fein, hat viel Steigung und die Unterkunft ist richtig gut!

    Nach dem einchecken ging es erstmal zum Strand. Leider war die Sonne von gestern heute nicht mehr da, aber das hat mich und 4 meiner Mitpilger nicht davon abgehalten, trotzdem den Berg runterzulaufen und uns ins kühle Nass zu stürzen. Es war herrlich erfrischend. Nach einer Dusche waren wir dann einkaufen. Morgen haben die Läden zu uns Maries Augen sind bei dem Anblick eines Herdes und den Töpfen aufgeleuchtet, weil sie endlich kochen konnte. Es gab also Gemüse-Suppe und Grilled-Cheese Sandwich. Perfekt. Einfach. Lecker!

    Schönes Bild in der Unterkunft
    Unser einfaches, aber perfektes Essen.
  • 26.09: Bin ich hier im Mittelalter?

    Heute war entspannt. Nur knapp 20km bis zum nächsten Hostel. Denn leider war Freitag und freitags hat das angepeilte Hostel zu. Also blieb entweder 20 oder 34 Kilometer zu laufen. 34 waren mir etwas zu viel für den Tag, da Tags zuvor mein Muskel im Oberschenkel etwas weh tat.

    In Boo de Pielagos sind wir mit einer Zugfahrt gestartet. Es gab 3 Möglichkeiten. 3 min Zugfahrt über die Brücke, direkt hinter dem Zug verbotener Weise über die Schienen zu laufen oder 7km Umweg, da die nächste Brücke sehr weit entfernt war. Wir nahmen den Zug und haben im nächsten Ort kurz gewartet, bis der Supermarkt aufmacht und uns Frühstück und Proviant für unterwegs.

    Aussicht nach wie vor gut!
    Die alte Kirchen in Santillana del Mar

    Da wir nicht viele Kilometer vor uns hatten, gingen wir es sehr langsam an, haben mehrere Cafes/Bars für Kaffee (nicht für mich, aber für die anderen) aufgesucht und längere Pausen gemacht.

    In Santillana del Mar angekommen hat man sich dann in der Zeit zurückversetzt gefühlt. Das ist eine reine Mittelalterstadt. Nur Kopfsteinpflaster (aua nach 20km), viele kleine Shops, die lokale Dinge verkaufen und unsere Unterkunft, eine ehemalige Münchsunterkunft. Es gab sogar 2er Zimmer, man wurde also nicht vom Schnarchen anderer wach, stattdessen vom quietschendem alten Boden und dem knackendem Bett.

    Die Unterkunft
    Zusammenkunft am Abend.

    Da die Unterkunft relativ groß war, waren sehr viele von den Leuten, die wir unterwegs getroffen haben, dort. Dementsprechend gab es ein großes Treffen abends mit vielen Snacks, viel Wein und toller Musik und Gesprächen. Ein Camino Abend aus dem Bilderbuch.

  • 25.09: Strand, Sonne, Industriegebiet und Abschiedsessen

    Heute sollte ein langer Tag werden. In Ernestos Herberge gab es von 7-8 Frühstück. Brot, Kekse, Marmelade, Kaffee und Kakao. Gjis hatte noch Käse dabei, welchen er mit allen teilte, das war dann nochmal deutlich besser. Los ging es dann kurz nach 8, 30km lagen vor uns. Die ersten 10 gingen ganz schnell und es war super an der Küste entlang mit tollen Ausblicken und wärmender Sonne (morgens war es 9 Grad und hat sich angefühlt wie Minusgrade).

    Kalter Morgen mit den besten Farben am Himmel
    Von den Ausblicken bekomme ich nicht genug.

    Dann wurde aber der Weg etwas Tricky in dem Sinne, das Markierungen fehlten. Wir sind dann ein paar Kilometer am Strand gelaufen. Man kann es schlechter treffen, aber es ist doch auch anstrengend. Nach 15km erreichten wir dann die Bootanlegestelle, wo wir das Boot nach Santander nehmen mussten.

    Noch mehr Aussicht
    Unser Transportmittel nach Santander!

    In Santander angekommen gab es erstmal Mittagspause und dann einen Besuch in der Apotheke, weil Marie Kniebandagen kaufen wollte. Die letzten 14km zu unserem Ziel Boo de Pielagos zogen sich dann, da wir erst ca. 6km das Industriegebiet von Santander durchlaufen mussten, bis es wieder auf angenehmeren Straßen weiterging.

    In der Herberge angekommen haben wir dann mit Gene ein Abschiedsgetränk (ich glaube Calimocho ist mein neues Lieblingsgetränk)und Abschiedsessen gemacht. Er will den Weg in 30 Tagen laufen und muss jetzt jeden Tag etwa 33-35km laufen. Wenn er es schafft, sehen wir ihn also nicht wieder, wenn doch, ist wohl was schief gegangen. Alles in allem ein toller Tag mit einem tollen Abend.

    Gene, Marie und ich auf der Dachterrasse vom Hostel in der Sonne. So kann man es aushalten.
  • 24.09: Auf zur Herberge aller Herbergen

    Das Boot fährt erst ab 9 Uhr, der Weg dorthin dauerte eine Stunde. Dementsprechend gab es keine Hektik heute morgen. Zu dritt sind wir aufgebrochen (Marie, Gene und ich) und dann 5km am Strand entlang gelaufen, haben für Kaffee und Frühstück gestoppt und dann mit ca. 30 anderen Pilgern auf das Boot gewartet.

    Das Boot für die kleine Überfahrt
    Blick vom Boot aus. Etwas Sonne, nachdem die erste Stunde im Regen gelaufen wurde.

    Danach ging es erst flach weiter, dann auf einen Abstecher Berg. Es war so matschig, man ist gefühlt 1 Meter hoch, 2 runter gerutscht. Nachdem aber auch das geschafft war, und es gab herrliche Aussichten, ging es dann für 3km am Strand durch den Sand, bis wir die Stadt Noja erreicht haben und dort ausgiebig Mittagspause gemacht haben.

    Marie, Gene, ich, Lukas am Strand
    Die Herberge von vorne. Es können 100 Pilger hier übernachten.

    Danach hieß es dann noch 15km weiter zur Herberge. Mittlerweile kam dann auch endlich die Sonne raus, sodass man die Jacke Weg packen konnte.

    Hier in der Herberge wurden wir mit Wasser und Keksen begrüßt und es ist auf den ersten Blick sichtbar gewesen, wie viel Liebe und Erfahrung in diesem Ort steckt.

    Von daher werde ich den Bericht hier morgen noch etwas fortführen, da es nachher noch eine Pilgerversammlung gibt, wo der 88 jährige Gründer Geschichten erzählt. Zudem mache ich gleich noch ein paar Fotos, die ich dann mit euch teilen kann.

    Nachtrag: Die Pilgerversammlung war schon cool. Erst wurde erzählt, wie Ernesto zu dem geworden ist, was er jetzt ist und dann, wie die Herberge entstanden ist, und was passiert, wenn Ernesto (88) versterben sollte. (Sie wird entweder von Freiwilligen so weitergeführt mit demselben Spirit, oder verkauft und das Geld gespendet). Danach gab es dann für alle 60 Pilger, die da waren, Essen (Erst Knoblauchsuppe, dann Reispfanne und einen Joghurt als Nachtisch). Danach wurde noch verkündet, wie viele Pilger aus wie vielen verschiedenen Ländern da waren (60 Pilger aus 14 Ländern) und Ernesto hat noch die ein oder andere Geschichte geteilt von Gegenständen, die in seinem persönlichem Museum, dem Raum, wo wir gegessen haben, hängen.

    Pilgerversammlung
    Gemeinsames Essen mit den anderen Pilgern

  • 23.09: Ein Sprung ins Wasser

    Das angekündigte Frühstück in der Herberge waren Kekse und Milch. Oh yay! Aber zum Glück lag nach ca. 5km ein Supermarkt auf dem Weg, wo man sich mit etwas zu essen eindecken konnte. Geregnet hat es tatsächlich erst so gegen 10:30 etwas, dann gegen Mittags und dann erst abends wieder, aber nie richtig viel.

    Nach ca. 7km habe ich Gjis getroffen, der sich ein wenig verlaufen hatte. Er war auch in meiner Herberge gewesen und wir beschlossen zusammen weiter zu laufen, da wir auch das gleiche Ziel hatten. In der Mittagspause haben wir einen Spanier getroffen, der seinen 90sten Camino läuft. Da er kein Englisch spricht, haben wir uns über Google Translate etwas mit ihm unterhalten. Hier wäre es super cool gewesen, Spanisch sprechen zu können, um ein paar seiner Geschichten und Erfahrungen zu hören.

    Von dort aus waren es noch knapp 8km, teils richtig matschig aber mit sehr guten Aussichten.

    Blick auf Laredo bei vollsten Sonnenschein. Zumindest für den Moment.

    Angekommen in Laredo wurde schnell eingecheckt, die Wäsche angeworfen und dann wollte ich die letzte Sonne vor dem nächsten Regen noch schnell ausnutzen, um ins Meer zu springen. Es war super erfrischend und leider viel zu kurz, da es dann doch schneller tröpfelte als ich dachte.

    Abends habe ich dann Marie und Robin wieder getroffen (letztere hat noch einen Tag drangehangen, nachdem ich schon Goodbye gesagt habe). Wir haben uns noch auf ein Getränk getroffen, und es wurden nachher immer mehr bekannte Pilger, sodass wir nachher mit 8 Leuten am Tisch saßen. Dann musste Robin aber endgültig Tschüss sagen, da ihr Bus nach Bilbao fuhr. So nebenbei: für 2 Gläser Wein (0,1Liter) habe ich 2,2€ bezahlt. Abends war ich dann noch mit Marie essen. 22€ für Brot, Wein, erster Gang, zweiter Gang und Nachtisch. Wow! Und super lecker.

    Morgen dann zur Herberge aller Herbergen! Die Papa-Herberge.

  • 22.09: Viel Straße, viel Regen aber auch schöne Wege

    Da ich wieder in einer richtigen Pilger Herberge (Albergue) übernachtet haben, ging es früh los. 6:30 ging der erste Wecke, 7:30 wurde das Licht komplett angemacht (da war ich aber schon fast fertig). Sobald es hell wurde, sind Robin und ich zusammen los gelaufen. Erstes Ziel war Costa Urdiales. Das erste Stück war super schön an der Küste entlang, endlich mal nicht auf Straßen. Dann in einem kleinen gefühlt-5-Häuser Ort Onton angekommen, musste man sich entscheiden, ob man den längeren Weg oder den kürzeren Weg laufen wollte. Wir entschieden und für den kürzeren Weg, da es eit Beginn regnete, Robins Füße Blasen hatten und ich nach Costa Urdiales noch 9km weiter wollte und es mir sonst mit 30km zu lang wurde.

    Nette Kunst am Wegesrand. Leider stand in Bilbao schon 678km… Wem soll ich jetzt glauben?
    Nette Aussicht. Wir im Regen mit Blick in die Sonne.

    Cool war, dass hier wohl irgendwo ein Oldtimer treffen war, es sind also ganz viele Oldtimer an uns vorbeigefahren.

    Zuerst kamen wir in einem kleinen Örtchen namens Miono an, wo wir noch Frühstück nachgeholt haben. In der Herberge gab es keines und das Restaurant im Örtchen hat Montags zu. Kurz darauf waren wir dann aber auch schon in Costa Urdiales. Ein wunderschöner Küstenort, wo ich ein Besuch nur empfehlen kann.

    Costa Urdiales mit der Wunscherscheinen Kirche im Hintergrund
    Weg Markierungen
    Ein sehr langer Tunnel. Gott sei Dank mussten wir nicht über den Berg!

    Dann musste ich mich hier auch von Robin verabschieden, sie muss morgen wieder zurück nach Bilbao, um dann nach Hause zu fliegen. Schade! Meine letzten Kilometer waren aber immerhin Weg technisch wieder angenehmer. Keine großen Straßen, Wiesen und immerhin zeitweise trocken und sogar etwas Sonne kam raus. Mein Ziel war der Campingplatz, der auch Plätze für Pilger hat, allerdings war der dann schon voll. Netterweise haben sie aber bei der Pilgerherbergen angerufen, ob die noch Platz haben und mich dann sogar dorthin gefahren. Ich war nämlich vor ca. 1,5km schon an ihr vorbeigelaufen. Zum Glück wurde ich gefahren, denn sobald ich da war, schüttete es aus Eimern, ich wäre pitsch nass geworden. Morgen muss ich dann wohl die 1,5km nochmal laufen, immerhin hab ich aber für Abends schon einen Platz fest reserviert. Ein Tag soll es noch regnen, aber Mittwoch dann wieder besser. Drückt die Daumen mit mir!

  • 21.09: Fluss, Asphalt, Ruderwettbewerb und eine Menge Regen

    Kurz nach 8 ging es los. Da sollte der Regen aufhören und auch erst später wieder anfangen. Also schnell die Schuhe an 😉

    Zuerst ging es zum Nerevión River, dem Fluss durch Bilbao und dem Guggenheim Museum (Bild 1) mit dem Puppy, wie er genannt wird, dem Hund aus Blumen (Bild 2). Dort bin ich auch wieder auf den Jakobsweg gestoßen, wohlgemerkt nur eine der Varianten, nicht der „offizielle“ (es sind aber offizielle Varianten). Diese sollte eine ganze Zeit am Fluss entlang gehen, bis man nach Portugalete kommt. So weit so gut. Nach einigen Kilometern war man dann aber nur noch von Industriegebiet und Baustellen umgeben, das war etwas schade. Zu den anderen Wegvarianten kann ich aber nichts sagen.

    Das Guggenheim Museum von der Seite aus. Sehr interessantes Gebäude.
    Puppy! Sieht bei Sonne noch viel besser aus.

    In Portugalete angekommen musste man eine Gondel über den Fluss nehmen. 55 cent hat der ganze Spaß gekostet. Auf der anderen Seite angekommen kam ich in einen ganzen Trubel von Leuten. Dort war nämlich heute ein Ruderwettbewerb. Stände mit Essen, Wein und sogar Blasmusik waren da. Ich bin aber nach kurzer Mittagspause weiter gelaufen… Und das erst an der Autobahn und dann über einen asphaltierten ausgebauten Rad/Fußweg, der zwar schön gelegen war, aber dennoch nur Asphalt war.

    Die schwebende Gondel. Eine Fähre in der Luft.
    Foto vom Ruderwettbewerb

    Mittlerweile kam auch wieder der Regen etwas mehr durch, aber ich bin dennoch noch Recht trocken in Pobeña angekommen. Kurz davor ist man auch wieder das erste Mal seit ein paar Tagen aufs Mehr gestoßen. Leider etwas zu kalt zum Schwimmen. In der Herberge (10€ Spende für ein 20er Bettenlager ohne Decke) hat man viele bekannte Gesichter wieder getroffen, die man in Bilbao aus den Augen verloren hat. Dementsprechend war das Restaurant nebenan auch gefüllt von Pilgern und viel Gelächter und lauten Gesprächen. Aber gerade das macht die Erfahrung aus! Ein weiterer, trotz Regen, toller Pilgertag geht somit zuende. Schlafen konnte ich übrigens auch trotz Schnarcher und Kälte ganz gut. Nicht umsonst schleppe ich Oropax und meinen dicken Schlafsack umher 😀

    Blick von dem Asphalt weg aus aufs Meer
    Und endlich wieder an der Küste. Toller Strand.
    Der Asphalt weg, rechts die beiden Radspuren. Viele Rennradfahrer waren unterwegs
  • 20.09: Bilbao oh Bilbao

    Die Herberge war groß genug, dass man morgens alles gut packen konnte. Das gibt ein gutes Gefühl. Es ging direkt den Berg hoch, was aber in der morgendlichen Wärme noch nicht das größte Problem war. Nach 9km kamen wir am ersten Ort an, wo es dann erstmal eine Kaffee/Snack-Pause gab.

    Wunderbarer Morgen! Schon wieder!
    Ein Baum, der erst auseinander und dann wieder zusammengewachsen ist. Direkt bei dem Café

    Danach war der Weg dann leider erstmal mehrere Kilometer an einer großen Straße entlang. In der prallen Sonne ganz schön anstrengend. Bis nach Bilbao gab es noch einen 300meter Anstieg, bevor wir den in Angriff genommen haben, gab’s aber erst eine Mittagspause in Zamudio. Ein Sandwich und ein Radler bekommt man hier für knappe 4 Euro.

    Der Berg hoch war dann teils Schatten teils Sonne, aber so langsam zogen auch die Wolken auf. Mitten am Anstieg gab es dann eine Maschine mit Getränken, so stand es in der App. Leider hat es nicht funktioniert und das Geld geschluckt. Der Inhaber war aber sehr freundlich und hat nach einem Telefonat das Geld zurück überwiesen. Scheint wohl häufiger zu passieren.

    Der Getränkeautomat
    Vorm letzten Anstieg vor Bilbao
    In Bilbao, der erste von vielen solchen Steinen

    Oben angekommen hatte man einen schönen Ausblick auf Bilbao und dann ging es auch schon auf einer Asphalt-Straße bis zur Stadt runter. In Bilbao ist man dann an ein paar Kirchen vorbeigelaufen und hat einige Teile sehen können.

    Zum Abendessen haben wir uns dann mit 6 Leuten getroffen und ein bisschen das Leben in Bilbao nach 20 Uhr kennengelernt. Manche waren sogar noch bis spät in die Nacht draußen.

    Ein schöner Ausklang Abends in Bilbao

    Morgen dann ein weiterer Tag.

  • 19.09: Gemeinsam ist es besser!

    Zu sechst sind wir los mit der Gruppe vom Kloster, die ich kennen gelernt habe. Ich habe auch beim Hostel angerufen und uns für abends fünf Betten reserviert. Leider musste uns Linda schon in Guernika verlassen, weil sie zurück musste.

    Angefangen aber morgens: Frühstück im Kloster und dann um 7:45 los. Wir waren an der perfekten Stelle, um den Sonnenaufgang zu sehen!

    Mittags haben wir in Guernika eine lange Mittagspause gemacht, bevor es die letzten 10 km in brüllen der Hitze den Berg hoch mussten. Dazu kam, dass es in unserem Hostel kein Abendessen gab und wir uns in der Stadt noch voll eindecken mussten. Aber solche selbstgemachten Dinner haben ja auch was!

    Unterwegs haben wir noch Guy aus Portugal getroffen. Die anderen kannten ihn schon, ich nicht. Aber er war mal Tourguide und erzählt die besten Geschichten: Wusstet ihr, dass in Griechenland die Häuser blau weiß sind als Zeichen des Protestes gegen die Persianer im Krieg, wo keine griechischen Flaggen aufgehangen durften. Interessant.

    Vorne ist Robin, dann von links nach rechts: Hanna, Guy, Gene, Marie, Ilona

    Das Hostel lag dann auf dem Hügel, aber auch das haben wir noch geschafft. Ein Zimmer für uns 5 alleine war ebenfalls Top und endlich etwas mehr Platz als in den Hostels davor.

  • 18.09: Zeit fürs Kloster!

    Und Zeit, meinen Blog etwas zu aktualisieren. Die letzten zwei Tage gab es leider kein WLAN, deshalb wird es jetzt nachgeholt.

    Nach einem tollen Abend in dem Hostel in Ibiri ging es früh morgens weiter (7:40 los). Im totalen Nebel und ganz schön frisch. Und direkt bergauf. Oben angekommen kam aber die Sonne durch, das war perfekt! Und dann sah man die ganzen Gipfel der Berge über den Wolken (siehe Foto). Nach 18km kein Ort, kein Cafe nur Wald kam dann der nächste Ort Markina. Da gab’s dann lecker Mittagessen. Mittlerweile war es super heiß und es mussten noch 7km mit hartem Anstieg gemeistert werden. Denn es ging ins Kloster. Und leider kann man da nicht vorreservieren sondern muss pünktlich da sein, um ein Bett zu bekommen.

    Das Kloster!
    Die Wolkenschicht.
    Alle an einem Tisch.

    Die 7km waren die Hölle… Pralle Sonne, müde Beine und ein starker Anstieg. Aber ich war pünktlich und habe direkt ein paar tolle Leute kennengelernt.

    Die Übernachtung dort war auf Spendenbasis, mit Dinner und Frühstück. Der Shop mit gebrautem Bier von den Mönchen und lokalem Wein war offen bis um 18 Uhr und wir haben uns gut eingedeckt. Dort hab ich Marie (Kanada), Robin(Spanien), Hanna(USA), Linda(Belgien) und Gino (USA) kennengelernt und das ein oder andere Bierchen getrunken. Mit denen bin ich schließlich auch noch 2 Tage weitergelaufen. Tolle Gruppe! Nach dem gemeinsamen Abendessen habs dann noch die Messe, wo alle Pilger gesegnet wurden.

    Auch die Aussicht stimmte wieder.