Autor: admin

  • 07.10: Treffen unter Deutschen

    Ich weiß nicht warum, aber scheinbar wandern viele Pilger gerne im Dunkeln. Ich meine, im Sommer, wenn es sehr heiß wird, kann ich es ja verstehen, aber hier zu der Jahreszeit? Auf jeden Fall ging der erste Wecker um 5:30 Uhr. Tschüss Nachtruhe. Um 6:45 wurde einfach das Licht angemacht. Da es erst um kurz nach 8 hell wird, und ich dann erst loslaufe, war ich eine der letzten, wobei ich natürlich schon lange wach war…

    Die ersten 11km lief ich mit Eric, bis er an einem Café halt machte und ich weiter lief. 40km standen heute bei mir auf dem Plan, da wollte ich vor der ersten größeren Pause noch einige Kilometer schaffen. Die gönnte ich mir dann aber in Ribadeo. Nachdem man eine über 600m lange Brücke überquert hatte (es kam mir ewig vor) und von Asturien nach Galicien gewechselt hat, kam man ich dem schönen Örtchen an. Erst holte ich mich fix ein Stempel bei der Touri-Info und dann gab’s Mittagspause. Endlich. 23km geschafft… 17 noch vor mir. Mit dem Verlassen von Ribadeo hab ich übrigens auch das Meer verlassen, ab jetzt geht es Inland Richtung Santiago!

    Letzte Blicke aufs Meer!
    Bild von der Brücke nach Ribadeo!

    Kurz nach dem Loslaufen gab es noch einen schnellen Stop im Supermarkt, wo ich auch Christina, Mila und Luca wiedergetroffen habe. Sie wollten auch noch gut 9km weiter, also sind wir quasi zusammen gelaufen. Als ich sie dann in A Ponte zurück gelassen habe, begann das Kämpfen. Ich hatte noch einen Berg vor mir (270hm) und gut 6,5km. Es war schmerzhaft, am Ende fehlte die Motivation und einfach lang.

    Ribadeos Hafen
    Mit Übergang nach Galicien gibt es jetzt auch wieder die KM-Steine.

    Aber auch das habe ich am Ende (mit einer Pause, wo ich mich einfach auf den Weg gesetzt habe) geschafft. Mein Ziel: Eine Farm von deutschen Auswanderern, die bis zu 3 Pilger pro Nacht aufnehmen, ihnen Essen geben und ein Bett. Die andere Pilgerin die dort war, kam ebenfalls aus Deutschland, weshalb wir tatsächlich nur deutsch gesprochen haben. Ab und an ist mir ein englisches Wort entwichen, nach 3 Wochen kann man fast nicht anders.

    Die kleine Farm!
    Nicole und Freddy

    Es war ein toller, wenn auch kurzer Abend, denn ich war fix und alle. Sie haben erzählt, was sie dazu gebracht hat, auszuwandern und was für Schwierigkeiten aber auch schöne Sachen es mit sich bringt. Danke Nicole und Freddy!

  • 06.10: Kochen mit Freunden

    Morgens wurde ich früh wach… Der Nachteil an großen Herbergen… Die ersten stehen um 5:30 auf. Die Bäckerei machte aber erst um 8 Uhr auf, und da ich kein Frühstück hatte und der nächste Supermarkt ca. 20km entfernt war, hab ich noch länger im Bett gelegen, alles beobachtet und bin dann gemütlich aufgestanden.

    Luarca vor Sonnenaufgang
    Navia

    Abends hatten wir wieder die Möglichkeit selbst zu kochen und so haben wir uns zu fünft zusammen geschlosse Christina, der Schwedin gelaufen. Sie ist allerdings Powerwalkering und das wurde mir dann doch irgendwann zu schnell. Ich konnte die Aussichten gar nicht mehr genießen. Im Café bei KM 12 haben wir uns dann aber wiedergetroffen. Den Rest der 32km langen Strecke bin ich dann aber alleine gelaufen, habe mir Mittags in Navia was zu Essen geholt und mich in den Park an den Fluss gesetzt und dann noch ein wenig in der Sonne gedöst. Herrlich.

    Die letzen 10km waren dann wieder in voller Sonne, gespickt mit Hügeln, aber sonst relativ flach. Sogar einen Getränkeautomat gab es unterwegs nach einem Aufstieg.

    Abends hatten wir wieder die Möglichkeit selbst zu kochen und so haben wir uns zu fünft zusammen geschlossen und Nudeln mit Gemüse und Thunfisch gemacht, sowie einen Salat und Eis als Nachtisch. Ich muss sagen, ich lobe selten meinen Kochkünste, aber mit dem wenigen, was es gab an Gewürzen und so, war es richtig gut!

    Mila, Eric, Luca, Ich und Foto von Christina
    Ich in meinem Element!
  • 05.10: Ein Tag voller Begegnungen

    Der Morgen startete sehr ruhig. Nur 6 Leute haben in meinem Hostel übernachtet und davon 4 in meinem Zimmer. Die ersten sind sehr leise aufgestanden, der Rest quasi mit mir. Das bedeutet, ich kann das Licht anmachen, muss nicht leise sein, herrlich.

    Ausblick am Morgen direkt am Hostel
    Und ein Zwischendurch Ausblick.

    Heute standen 27 km auf dem Plan. Die ersten gingen wie immer Recht fix. Dieses Mal auf und ab und auf und ab. Dann hab ich Kylie und Adrian aus Australien getroffen und bin eine Weile mit ihnen gelaufen. Im nächsten Ort haben wir dann noch eine Pause in einem Cafe gemacht und ich habe mich dann verabschiedet, weil sie noch ein wenig dort sitzen bleiben wollten. In dem Ort hat auch gerade ein Triathlon stattgefunden, die Rennradfahrer sind an mir vorbeigerast. Das Radfahren spricht mich ja noch an, bei dem Wellengang im Meer den Schwimm-Teil zu erledigen, nein Danke.

    Dann fing es leider wieder an zu Regnen. Da ich da eh nicht viel sehen konnte, hab ich Mutti angerufen :=).

    So um die Mittagszeit hab ich dann Eric aus den Staaten wiedergetroffen, der mich schon ein paar Tage zuvor auf der Strecke begleitet hat. Auch wir haben kurz Rast gemacht und ein Radler getrunken. Mit ihm bin ich dann noch den Rest des Weges weitergelaufen. Wir haben uns dann zum Abendessen verabredet. Zusammen mit Kylie und Adrian und Christina, welche ich ebenfalls 2 Tage zuvor getroffen hatte.

    Ich komme näher!
    Es war nur noch die Hälfte übrig, als ich daran dachte, ein Foto zu machen. Bester Kuchen ever!

    Kurz vor unserem Ziel sind wir an einem Garagen-Wohnzimmer vorbei gekommen. Dort saßen gerade 3 Spanier und haben „Kaffeekränzchen“ gehalten. Wir haben nett gegrüßt und sie antwortete Òla, Postres? Was Kuchen bedeutet. Sie kam direkt mit dem Tablett Käsekuchen auf die Straße und hat uns ein Stück angeboten. Ich muss sagen, dass war der leckerste Käsekuchen ever!

    Abends haben wir dann alle zusammen gegessen und auch Alan und Peet (die habe ich auch vor 2 Tagen getroffen) haben sich dazu gesellt. Das war sehr gesellig und ein schöner Abend mit einem schönen Ausblick.

    Luarca beim Einlauf in die Stadt
    Abendhimmel vom Restaurant aus
    All the People!.
  • 04.10: Heute schwimmen die Füße in den Schuhen

    Eins war schon beim Aufstehen klar: heute wird es nass.

    Vorher gab es jedoch das beste Frühstück, was ich bisher in Spanien gesehen habe. Frisches Baguette, Käse, Wurst, Chorizo, Joghurt, Marmelade in mehreren Sorten, Butter, veganer Tomatenaufstrich und Saft, Milch und Kaffee. Mhm, lecker!

    Noch war die Sonne da!
    Cudillero vom Aussichtspunkt aus.

    Noch war es trocken, und ich entschied mich einen kleinen Umweg über das Dorf Cudillero zu machen. Es soll wohl eine der schönsten Küstendörfer sein. Es war superschön und all die versteckten Gassen und Treppen waren ein highlight an sich. Die Aussicht war okay, bei blauem Himmel und Sonne aber sicherlich deutlich besser.

    Beim Verlassen des Dorfes fing es dann an zu regnen. Und hörte auch nicht mehr auf. Mit voll ausgestatteter Regenkleidung (Poncho, Rucksackschutz, Regenschirm, Regenhose.. für die Regenjacke wra es zu warm) ging es weiter. Schnell waren die Füße allerdings voll durchnässt und die Füße schwammen in Wasser. Gott sei dank hab ich keine Blasen bei den nassen Sachen davon getragen. Nachdem ich gestern fast nur Straße hatte, was bei Regen deutlich angenehmer gewesen wäre, ging es heute durch Waldwanderwege hoch und runter. Leider oft zu eng, dass der Weg unter Wasser stand. Mittagspause gab es dann an einer Bushaltestelle, da war man immerhin trocken.

    Way to go!
    Leider etwas nass, aber hier wird man kreativ.

    Nass kam ich dann in der Herberge an. Die Herberge ist wieder sehr schön und relativ neu, nur die nassen Sachen konnte man nicht so gut aufhängen. Ich denke auch nicht, dass die Schuhe bis morgen trocken sind.

    Mehr kann ich gerade noch nicht sagen, angemeldet zum Abendessen bin ich, allerdings ist hier deutlich weniger los. Sechs Leute bisher und nicht wirklich mehr erwartet.

  • 03.10: Willkommen Freunde

    Heute war es wirklich schwer aufzustehen. Mein gemütliches Bett in meinem leisen Einzelzimmer… Ich war wie angekettet. Aber es nützt ja nichts, auf ging es, 34 km waren geplant.

    Erst ging der Weg noch auf der Straße an Feldern vorbei, schnell kam man dann aber auf eine große Straße, wo man um die 4km lang auf einem großen Seitenstreifen langlaufen musste. (Kann man sich wie eine Bundesstraße in Deutschland vorstellen). Leider ging es auch danach immer nur an großen Straßen weiter. Mal mit Seitenstreifen, mal ohne, was manchmal echt schaurig ist, da die Spanier nicht die langsamsten Autofahrer sind. Mittags kam ich dann in Avilés an und hab dort nett auf einer Parkbank Mittagsrast gemacht. Noch 17km. Auf dem Weg raus aus der Stadt hab ich noch an einem Obstladen halt gemacht und im nächsten Supermarkt noch Kekse und Schoki gekauft.

    Kirche in Avilés
    Typischer Asturischer Kornspeicher

    Der Rest des Weges war erst wieder Straße, dann Forstwege. Kurz vor Ende hab ich dann noch eine Schwedin getroffen, mit einem Affenzahn als Tempo, mich ihr ein wenig angepasst und die letzte Stunde mit ihr gequatscht.

    Das Highlight des Tages war allerdings die Herberge. Luis, der Herbergsvater hat mich super nett begrüßt, Zitronenwasser stand bereit und die anderen Leute dort waren auch super nett. Beim Abendessen wurde extra für mich etwas vegetarisches gemacht von Bea, seiner Frau. Vorher haben mich ein paar Italiener auf ein Bierchen eingeladen. Wieder ein tolles Caminoerlebnis!

    Sie werden immer häufiger, noch fehlt aber der Countdown, wie weit es noch ist
    Bea und Luis, die wohl liebevollsten Herbergsleute, die ich bisher getroffen habe
    Zusammen mit den anderen Gästen beim Abendessen. Vertreten waren Kanada, USA, Italien, Kolumbien, Deutschland, Spanien, und vielleicht noch mehr, alle weiß ich nicht.
  • 02.10: Spanische Großstadt und weitere Hitze

    Für den heutigen Tag musste ich mir die Frage stellen, wie weit ich laufen wollte… „Nur“ 16km nach Gijon, einer größeren Stadt Spaniens oder knapp 40km nach Avieles? Irgendwie fand ich beides doof. Nach längerem Suchen habe ich dann nach 30km (die App sagte 26) ein kleines Gasthaus/Hotel gefunden. Zwar mit 45€ etwas teurer als die üblichen Herbergen, aber es sah sehr gemütlich und nett aus. Sogar mit Küche zum Kochen.

    Der Morgen fing aber mit einem spanischen Frühstück in der Herberge an (Baguette mit Marmelade, Kaffee/Kakao und Muffins), und danach wurde man mit dem Auto wieder in den Ort gefahren.

    Bank mit Kilometerangaben. Offiziell noch 373 bis nach Santiago, 505 schon geschafft.
    Noch früh am Morgen. Blick auf Gijon von kurz vor Deva aus.

    Schon vor Mittag erreichte ich Gijon und das Meer. Schuhe aus, Füße ins Wasser, herrlich. Mit Blick aufs Meer machte ich eine erste Pause. Dabei hat mich aber die ganze Zeit eine Sache gestört… Es war laut. Laut und unruhig, voll und wuselig. Nach Tagen in kleineren Orten eine Überflutung der Sinne.

    Blick auf den Strand von Gijon.
    Bekanntes Stadtzeichen von Gijon.

    Ich bin also fix zum Touri-Büro mir einen Stempel abholen und dann weitergelaufen. Am Ende der Stadt hab ich mir schnell Proviant fürs Abendessen und Frühstück geholt sowie ein paar Snacks und Obst für den weiteren Weg. Und als ich dann an einem Trinkbrunnen im Schatten angekommen war, der schön ruhig lag, hab ich nochmal richtig Pause gemacht. Einchecke konnte ich eh erst um 16 Uhr.

    Ein kleiner Hügel (ca. 170hm) lag noch vor mir. Wieder in der prallen Sonne und mit ziemlich vollem Rucksack. Das hat schon Kraft gekostet, wurde aber auch geschafft. Das Hotel ist super gemütlich, ich muss mir kein Bad teilen, brauche keinen Schlafsack und mein selbstgemachtes Thunfisch-Spiegelei-Tomaten-Käse Baguette war der Hammer!

    Gute Nacht, ich schlafe dann heute auf Wolken… Zumindest fühlt sich das Bett so an.

  • 01.10: Up that Hill!

    Ich muss sagen, dass wra die schlimmste Nacht bisher. In einem großen Schlafsaal von 22 Leuten mindestens 3 Schnarcher dabei, die scheinbar ein Wettkampf um den Preis des lautesten Schnarchers ausgerichtet haben und dann nur 3 Fenster, die von den Leuten, die davor lagen, geschlossen wurden… Was soll ich sagen, es war eine Sägende Sauna…

    Naja, dafür hab ich mir dann in der nächsten Herberge für 5€ extra ein Einzelzimmer gebucht!

    Sonnenaufgang
    Wie im Allgäu!
    Ob der wohl absichtlich da hängt? Es war ein Kinderschuh 😉

    Der Tag an sich fängt mit einem Sonnenaufgang an, für mich dieses Mal auch. Herrlich! Der erste Teil des Weges war einfach, schön gelegen und erreichte nach ca. 20km den größeren Ort Villaviciosa. Dort hab ich mir dann lecker Mittagessen gekauft und ausführlich Pause gemacht. Gestärkt ging ich dann in die letzten 38! Km…. Und ja, dieses Mal waren die 37 geplant.

    Nur der große „Berg“ am Ende mit 400 Höhenmeter Anstieg war Recht heftig. Pralle Sonne uns super steil dazu. Zum Glück ging es danach nur noch ein paar Kilometer den Berg runter und man wurde sogar abgeholt an der Kirche, da die Herberge etwas weiter außerhalb lag.

    Die Herberge bot alles, was man brauchte. Von meinem schon angepriesenen Einzelzimmer (es gab sogar ein richtiges Handtuch), einer Waschmaschine, bis hin zum gemeinsamen super leckeren Abendessen. Den Ort kann ich nur weiter empfehlen.

  • 30.09: Irgendwie wunderschön!

    33km standen heute auf der Liste. Ich kann euch jetzt schon mal verraten, es wurden mehr… Nach den ersten Kilometern habe ich eine Holländerin getroffen und mich ihr getrascht. Dabei haben wir eine Abzweigung verpasst (zu unserem Schutz: Die Pfeile waren sehr rar). Das war aber halb so wild, wir waren schnell wieder auf dem richtigen Weg. Leider ist uns das direkt nochmal ein weiteres Mal passiert. Diesmal haben wir über einen wunderschönen, aber leider etwas längeren Waldweg zurück zum Camino gefunden. Dann ging es zum Küstenweg hoch. In der App hatte ich den Normalweg angegeben, ich merkte schnell, das der Küstenweg länger werden würde.

    Pilgerkunst am Wegesrand
    Mal ein Foto mit mir, war das ein herrlicher Ort.

    Dafür hab es traumhaft schöne Ausblicke und Wiesen und Feldwege. Und dazu ein ständiges hoch und runter. Mein Frühstück bestand aus einigen Müsliriegeln, was natürlich nicht füllend war und ich war irgendwann doch ganz erschöpft. Dabei musste ich noch ca. 20km laufen. In Ribadesella ging es dann auf normaler Straße weiter. Dort ging ich erst zur Touri-Info, um mir ein neues Pilgerbuch zu holen und dann in den nächsten Supermarkt, um endlich etwas gescheites zum Essen zu kaufen. Das wurde dann auch direkt an der nächsten Bank am Strand alles weggefuttert und gestärkt konnte ich in die letzten 17km gehen.

    Erst Straße, dann immer wieder an der Küste entlang ging es zu meinem Ziel für heute: La Isla. Am Ende waren es ganze 39,5km… Die Füße tun weh, aber sonst geht es mir gut. Ich hab direkt alle Sachen abgelegt, mir die Schwimmsachen angezogen und bin in Meer gesprungen. Die Sonne von vorher war nicht mehr da und es war etwas Wind aufgekommen, aber es tat unglaublich gut.

    Blick von oben auf Ribadesella
    weitere Kunstvolle Orte entdeckt.

    Die Herberge an sich war mit 23 Leuten voll ausgebucht, hatte aber immerhin eine Küche und einen Kühlschrank und es gab einen kleinen Supermarkt im Ort. Und da ich alle bekannten Gesichter hinter mir gelassen habe, hab ich neue Leute Kennenlernen dürfen. Einen Schweden, der mit seinem Rad in Schweden losgefahren ist zum Beispiel. Und jetzt geht es früh ins Bett, denn ich bin erschöpft 🙂

  • 29.09: Küste ist atemraubend!

    Heute morgen hab ich dann auch Marie auf Wiedersehen gesagt. Der Rest, den ich kennengelernt habe, wollte bloß 20km bis nach Llanes gehen. Darauf hatte ich aber ehrlich gesagt keine Lust. Ich wollte mich etwas puschen und weiterlaufen. Allerdings hieß weiterlaufen in dem Fall: 38km… Denn das war das nächste, wo es Unterkünfte gab.

    Der Morgen startete mit einem leckeren, süßen Frühstück in La France (Kuchen, weiche abgepackte Brötchen und Obst sowie Cornflakes). Man muss ja gut gestärkt sein.

    Ca. 2km nach Start konnte man sich entweder für die Straße oder für den Küstenweg entscheiden. Und was soll ich da sagen, die Entscheidung fiel nicht schwer. Es war atemberaubend schön. Besonders mit der Sonne, die man zwar nicht aufgehen sah, die aber die Wolken angeleuchtet hat. Leider hat es dann noch etwa knapp eine Stunde geregnet, aber ab und an Regen bei dem sonst sehr guten Wetter ist ausaltbar.

    Kurz nach Sonnenaufgang am Küstenweg
    Ich kann nur immer wieder sagen: Was für Aussichten!
    Tolle Küste mit wundertollen Felsformationen.

    Nach etwas mehr als der Hälfte hab ich dann Llanes erreicht und in einem großem Supermarkt erst einmal eingekauft. Fürs Mittagessen und Abendessen, denn meine Unterkunft für die Nacht hatte kein Abendessen und auch keinen Supermarkt im Ort. Also war 15km schleppen angesagt. Naja, es gibt Schlimmeres.

    Nach einiges Kilometern, es waren noch ca. 10 bis zum Ziel, habe ich einen versteckten Strand gefunden und konnte nicht widerstehen meine Badesachen anzuziehen und reinzugehen ins kühle Nass. Man tat das gut und die nächsten Kilometer lief man wieder fast wie von selber. Die letzten waren dann nochmal hart, aber auch das ging überraschend gut.

    Mein kleiner geheimer Strand! Was für eine Bucht!

    Die Herberge war, wie die Rezensionen in der Camino-App und Google auch schon gesagt hatten, nicht wirklich gut. Das Licht tat nicht überall, Sauberkeit war nicht ganz gegeben und die Küche bestand aus einer Mikrowelle. Naja, ich wusste es ja vorher. Dafür waren nur ganze 4 Leute da, also keine Schnarch-Nacht und genug Platz. So konnte man sich gut für die 33km am nächsten Tag ausruhen.

  • 28.09: Lang aber doch kurz

    32km heute. Aber irgendwie kam es mit gar nicht so lang vor. Um 12 hatte ich schon 20km, um kurz nach 15 Uhr war ich da.

    Aber starten wir mit dem Morgen. Es war wohl das beste Frühstück bisher. Es gab Baguette und Marmelade, jemand hatte noch Käse und es gab Muffin, Kekse, ein Heißgetränk, und Butter. Danach war man satt.

    Früh gestartet hatte man schnell die ersten Kilometer hinter sich. Und dabei trotz bewölktem Himmel tolle Aussichten und Lichtreflexionen. Heute ging es auch endlich wieder mehr auf Nebenstraßen und Wanderwegen entlang.

    Die Unterkunft war auch heute wieder nett und da sie nur 12 Betten hat, auch Recht gemütlich.

    Wegschilder unterwegs.
    In dem Restaurant

    Morgen dann 34km, da es entweder 20 oder 34 wären… 20 sind mir aber zu wenig 😀